Neubau-Finanzierung – Vorsicht bei Zusatzkosten

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Kreditbeträge sollten bei einer Neubau-Finanzierung genau fließen, ansonsten könnte es für den Bauherren sehr teuer werden.

Auch 2017 haben sich bereits zahlreiche Deutsche wieder dazu entschieden sich das Projekt Eigenheim zu realisieren. Nach dem enormen Bau-Boom im Jahr 2016 rechnen Experten sogar damit das es im laufenden Jahr noch mehr Immobilienbesitzer geben wird als im Rekordjahr 2016. Im laufenden Jahr wird laut Aussage der staatlichen Förderbank mit bis zu 180.000 neuen Wohnungsneubauten gerechnet. Im Vorjahr lag die Prognose noch bei 156.000 neuen Einheiten.

Wer sich dazu entschließt das Projekt Eigenheim anzugehen der sollte vorab einige Besonderheiten im Bezug auf die anstehende Finanzierung beachten und berücksichtigen.

Zeit ist Geld!

Angehende Bauherren bzw. Kreditnehmer sollten bei der Finanzierung besonders auf die Auszahlungsbedingungen achten. Für einen Neubau fallen zum einen die Kosten für das Grundstück an sowie die Kosten für den eigentlichen Bau des neuen Objektes. Die anfallenden Kosten können dabei entweder nach der Fertigstellung und positiven Abnahme entrichtet werden oder aber in mehreren Teilbeträgen. Letztere Variante ist die häufigste Vorgehensweise bei der Auszahlung des Kredites. Denn so lässt sich das Eigenheim mit einer Baufinanzierung günstig realisieren.

Dabei geht man so vor, dass relativ schnell das Grundstück bezahlt wird und im Anschluss erhält das Bauunternehmen in Teilzahlungen je nach Baufortschritt seine Kosten beglichen. Daher müssen natürlich auch die Kreditbeträge zur rechten Zeit verfügbar sein.

“Der Auszahlungsplan der Bank muss zum Zahlungsplan im Bauvertrag passen”

sagt Michael Lorenz, Geschäftsführer des Baufinanzierungsportals HypoStar.de Die Zahlung sollte demnach in beiden Verträgen nach der Makler- und Bauverträgeverordnung vorgesehen sein. Wenn die Beträge nicht rechtzeitig fließen können eventuelle Zwischenfinanzierungen die dann notwendig sind die Gesamtsumme des geplanten Neubaus unerwartet erhöhen.

Mit der Variante, den Kredit für das Eigenheim-Projekt nach und nach zu Verwenden können unerwartete kosten verursacht werden die aber nicht im Effektivzins des Baukredites enthalten sind.
Diese unerwarteten Kosten müssen Bauherren in ihrer Gesamtkalkulation stets berücksichtigen. Wenn die bereitgestellten Kreditsummen nicht rechtzeitig abgerufen werden fallen so genannte bereitstellungszinsen an. Diese belaufen sich durchschnittlich auf 0,25% im Monat.

Ein kleines Beispiel:
Ausstehende Kreditsumme: 100.000€
Anfallende Bereitstellungszinsen: 250€ pro Monat

An diesem Beispiel sieht man das es sich dabei keineswegs um Peanuts handelt sondern um eine Summe welche die finanzielle Situation des Bauherren sehr belasten kann. Eine ordentliche Kalkulation und Planung ist demnach das A und O bei der Realisierung des Eigenheims.

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Autor: VSG Redaktion

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